Weitere Entscheidung des Bundesgerichtshofs zu Betriebskostenabrechnungen

In einer Entscheidung vom 09.04.2008 – VIII ZR 84/07 – hat der Bundesgerichtshof hervorgehoben, dass ein formeller Mangel einer Betriebskostenabrechnung vorliegt, der zur Unwirksamkeit der Abrechnung führt, wenn der Verteilerschlüssel unverständlich ist.

Eine Betriebskostenabrechnung müsse eine geordnete Zusammenstellung der Einnahmen und Ausgaben enthalten, wobei regelmäßig aufzunehmen sind:

Diese Angaben müssen darüber hinaus derart deutlich sein, dass sie für einen durchschnittlichen gebildeten, juristisch und betriebswirtschaftlich nicht geschulten Mieter verständlich sind. Im konkreten Fall hat der Vermieter in den Abrechnungen aufgeführt:
Umlage nach Quadratmeter-Wohnfläche *Monat 3816,00, 1176,00, 12,00.

Aus diesen Angaben könne der Mieter – so der Bundesgerichtshof – nicht erkennen, welcher Verteilerschlüssel gewählt worden ist.

Die Unverständlichkeit der Abrechnung ist ein formeller Mangel, der zu ihrer Unwirksamkeit führt, da der Mieter durch die Abrechnung nicht in die Lage versetzt wird, den Anspruch des Vermieters