Zustimmung des Verwalters zu der Veräußerung von Wohnungseigentum

Für die Wirksamkeit der Zustimmung des Verwalters zu der Veräußerung von Wohnungseigentum nach § 12 Abs. 1 und 3 WEG ist erforderlich, dass die Zustimmungserklärung in der Form des § 29 GBO sowie die Verwaltereigenschaft desjenigen, der die Erklärung abgegeben hat, gemäß § 26 Abs. 3 WEG nachgewiesen worden ist. Die Verwaltereigenschaft muss im Zeitpunkt der Abgabe der Zustimmungserklärung bestehen. Der BGH hat durch Beschluss vom 11.10.2012 - AZ: V ZB 2/12 - ausdrücklich bestätigt, dass die Wirksamkeit der Zustimmung des Verwalters nicht dadurch entfällt, dass er im Zeitpunkt der Stellung des Eigentumsumschreibungsantrages gegenüber dem Grundbuchamt nicht mehr zum Verwalter bestellt ist. Die von einem Verwalter erklärte Zustimmung wirkt mithin über die Zeit seiner Bestellung hinaus. Es ist daher auch ein erst nach diesem Zeitpunkt vollzogenes dingliches Geschäft wirksam.

Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 11.10.2012 - AZ: V ZB 2/12